Studie bestätigt Wirksamkeit

JolinchenKids

Studie bestätigt Wirksamkeit

JolinchenKids wirkt sich positiv auf das Bewegungsverhalten und den Medienkonsum von Kindern aus.

Nun ist es bestätigt: JolinchenKids wirkt sich positiv auf das Bewegungsverhalten und den Medienkonsum von Kindern aus. Zu diesem Ergebnis kommt das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie. Einbezogen wurden u. a. Telefon-Interviews mit 50 Pilot-Kitas und Ergebnisse aus vier Fokusgruppen mit jeweils bis zu sechs Kita-Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitern – insgesamt 62 bundesweite, zufällig ausgewählte Kitas in ländlichen und städtischen Gebieten wurden auf die Effekte des Programmes untersucht.

Die Einschätzungen der Befragten sind überwältigend: 98 Prozent des Kita-Personals beurteilen das Programm als „hilfreich“ oder „sehr hilfreich“, ebenso viele sind überzeugt, dass es „sehr gut“ oder „gut“ bei den Kindern ankommt und dass sie die Materialien langfristig einsetzen wollen. 73 Prozent hingegen würden anderen Kitas empfehlen, JolinchenKids einzuführen, 27 Prozent gaben hierzu „teils/teils“ an. Erklärt wird diese Diskrepanz vornehmlich durch Zeitmangel für die Programm-Umsetzung. Ein hemmender Faktor sei auch die in einigen Kitas recht geringe Elternpartizipation.

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Kinder, die die Hälfte des Bewegungsmoduls absolviert hatten, waren 0,5 Sekunden schneller als in den Kontrollkitas, in denen JolinchenKids nicht umgesetzt worden ist – was zunächst lediglich wie ein Wimpernschlag anmutet, gilt als signifikanter Vorsprung. Außerdem scheinen Kinder mit Migrationshintergrund tendenziell mehr vom Bewegungsmodul zu profitieren. Auch das seelische Wohlbefinden steigt, und zwar weisen die Kinder eine doppelt so hohe Chance für optimales Wohlbefinden auf als jene in den Kontrollkitas. In Einrichtungen, die das Modul Elternpartizipation umgesetzt haben, berichten Eltern einen niedrigeren Medienkonsum ihrer Kinder als in Kitas, die das Modul nicht durchgeführt haben. Das Modul Ernährung indes zeigte in der Untersuchung nur sehr schwache Effekte, wobei dies auch ein Hinweis auf eine nicht ausreichende Umsetzung sein könnte.